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Was die alten sungen - abergläubische Weisheiten für den Haushalt

17 Juni 2012



Wusstet ihr, das über die Hälfte der Deutschen abergläubisch sind? Das hätte ich nicht gedacht! Neulich las ich etwas über abergläubische Warnungen, die speziell den Haushalt betreffen, und die einem bei Nichtbeachtung Tod und Verderben androhen. Nein, nein, ihr sollt das nicht ernst nehmen! Aber vielleicht findet ihr diese Warnungen genau so lustig wie ich:
  • Vorsichtig mit dem Salzfässchen! Denn wenn man es umkippt, gibt es Zank und Streit oder es folgt gar ein Unglück. Wenn man doch einmal Salz verschüttet, muss man schnell drei Prisen über die Schulter werfen. Über die linke, versteht sich. Das kann das Unglück noch abwenden.
  • Das Salz im Hause darf niemals ausgehen, denn sonst wird man bald auch kein Geld mehr haben.
  • Wenn man über Neujahr Wäsche auf der Leine hängenlässt, kommt im neuen Jahr extrem viel Arbeit auf einen zu.
  • Wer in ein neues Haus einzieht, sollte  als Erstes eine Katze hinein lassen. Diese soll die bösen Geister vertreiben.
  • Niemals mit dem linken Bein zuerst aus dem Bett steigen, das ist ein ganz schlechtes Omen.
  • Auch, wenn man morgens den linken Strumpf zuerst anzieht, ist das nicht besonders Glück verheißend.
  • Wer einen Spiegel zerbricht, hat 7 Jahre Pech. Verhindern kann man dieses angeblich, wenn man Salz auf die Scherben streut, oder diese im Garten vergräbt, um Mitternacht natürlich.
  • Zerbrochenes Geschirr (allerdings kein Glas!) dagegen bringt Glück.
  • Man darf niemals unter einer Leiter hindurch gehen, das bringt Unglück.
  • Bitte keine Schuhe auf dem Tisch abstellen. Das gibt Streit, oder einer verlässt das Has für immer. Eventuell kann man das Unglück noch abwenden, wenn man die Schuhe vor dem Anziehen erst auf den Boden stellt.
  • Einen Regenschirm darf man nie im Haus öffnen, das gibt Unglück.
  • Tücher  sollte man nie als Geschenk annehmen. Das bringt Krankheit und Unglück. Man kann vorbeugen, indem man das Tuch mit einem kleinen Geldstück (Centmünze) "bezahlt".
  • Dasselbe gilt für Messer, Krawattennadeln und Broschen.
  • Das, was man in der ersten Nacht in einer neuen Bleibe träumt, geht in Erfüllung.
  • Wenn am Neujahrstag im Hause Chaos herrscht, dann bleibt das das ganze Jahr über so.
  • Wer am Tisch an einer Ecke sitzen muss, der bekommt eine böse Schwiegermutter.
  • Dasselbe passiert demjenigen, der ein umgefallenes Stück Torte auf den Teller bekommt. Oder man bekommt, wie man bei uns daheim sagte, eine schiefe Schwiegermutter.
  • Es ist auch nicht gut, wenn man die Beine links und rechts von einem Tischbein hat, denn dann wird sich die Schwiegermutter immer in die Ehe einmischen.
  • Wenn man eine Kerze an einer anderen Kerze anzündet, stirbt ein Seemann.
  • Kerzen darf man nicht auspusten, weil man sonst das Glück weg pustet.
  • Man darf nie mit einer Schere, einem Messer oder sonstigem scharfen oder spitzen Gegenstand auf jemanden zeigen, weil diesem sonst Ungemach ins Haus steht.
  • Ein Hufeisen über der Tür ist immer eine gute Sache. Wenn es mit der offenen Seite nach oben hängt, kann es das Glück auffangen, und wenn es mit der offenen Seite nach unten hängt, wird über den, der darunter durch geht, das Glück ausgeschüttet.
  • Wenn ein Besen umfällt, bekommt man demnächst Besuch.
  • Wenn man über etwas Unangenehmes spricht, muss man drei Mal auf Holz klopfen (notfalls an den eigenen Kopf), um zu verhindern, dass einem dieses geschieht.
  • Eine dreifarbige Katze soll das Haus vor Feuer bewahren.
  • Leckt sich die Katze das Fell gegen den Strich, so gibt es bald Regen.
  • Wenn nach der Hochzeit die Braut zuerst das Haus betritt, so wird sie in der Ehe das Sagen haben. Läuft sie aber zu weit voraus, muss sie später im Haus alles alleine machen.
  • Wenn man abends den Kehricht aus dem Haus trägt, trägt man das Glück mit hinaus.
  • Frau sollte ihrem Liebsten keinen Pullover stricken, weil er sie sonst verlassen wird. Verhindern kann sie dieses aber, wenn sie ein Haar von sich selbst mit einstrickt.
  • Wenn man den Neumond in eine leere Börse scheinen lässt, so wird sich diese reichlich mit Geld füllen.
  • Wenn ein Bild von der Wand fällt, so kündigt dieses immer Unheil an, besonders für den armen Menschen, der darauf abgebildet ist.
  • Man sollte niemals in der Wohnung pfeifen, denn dann pfeift man das Geld hinaus!
  • Man sollte Kleidung niemals flicken, während man sie noch am Leib hat, denn sonst hat man einen ganzen Tag lang kein Glück!
  • Wenn der Tisch wackelt, so ist eine heimliche Braut im Hause.
  • Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen.
  • Wenn Wasser umsonst kochen lässt, so verschwindet das Glück aus dem Haus.
  • Wenn eine schwangere Frau viel Kartoffeln ist, so wird das Kind ein Trotzkopf.
  • Eine Schwangere darf auch nicht unter einer Wäscheleine durch gehen, sonst könnte sich die Nabelschnur um das Kind wickeln.
  • Wenn man aus dem Haus geht und etwas vergessen hat, dann sollte man nie umkehren, um es zu holen, denn dann misslingt das Geschäft, das man vor hatte.
  • Bekommt man einen Ableger oder Samen geschenkt, so darf man sich nicht dafür bedanken, weil die Pflanzen dann nicht richtig wachsen. Besser gedeien auf jeden Fall sowieso geklaute Ableger und Samen.
  • Wenn man Getränke mit dem Messer umrührt, bekommt man Bauchweh.
  • Findet man am Boden eine Stecknadel, deren Spitze auf einen zu zeigt, dann darf man sie nicht aufheben, denn das zieht Ärger nach sich. Zeigt die Spitze aber von einem weg, so bringt es Glück.
  • Wenn eine Tür von selbst auf springt, bekommt man bald unerwarteten Besuch.
  • Wenn sich am Docht einer brennenden Kerze ein glühender Bobbel bildet, so bekommt derjenige, auf den dieser zeigt, bald einen Brief.
  • Seinen Füllhalter darf man nicht verleihen, das bringt Unglück.
  • Brote, die man freitags backt, gehen nicht richtig auf.
  • Die Milch kocht immer erst, wenn man gerade nicht hin schaut.
  • Wer sein Bett an einem Freitag frisch bezieht, wird darin  Alpträume haben.
  • Man sollte niemals an seiner eigenen Tür klingeln, sondern immer einen Schlüssel dabei haben. Andernfalls kommt Unheil mit herein.
  • Ein Bett mit dem Fußende zur Tür aufzustellen, bringt Krankheit und Siechtum für den, der darin schläft.
  • Glückspfennige (oder auch Centmünzen) oder ein paar Körnchen Salz unter der Türmatte halten das Unglück draußen.
  • Ein Kalenderblatt abzureißen, bevor der Tag (der Monat, die Woche) vergangen ist, bringt großes Ungemach.
Und, meine Lieben: Kalter Kaffee macht schön! Na denn: Prost Kaffee!




Kennt ihr auch noch solche Warnungen? Beachtet ihr sie? Ich mag nur die "Glücksbringer"!

Ups! Vergessen: Das Bild hat der schwedische Maler Carl Larsson gemalt, der vor allem bekannt ist für seine wunderbaren Familienbilder. Tante Wiki hat Informationen und auch noch ein paar Bilder zum Angucken [LINK]

Kommentare :

  1. liebe ursel,
    ja, einiges davon kenne ich ... und bin immer mal wieder überrascht, dass ich nicht frei von aberglauben bin, auch wenn ich dies manchmal glauben möchte ;-)
    herzlichste grüße & wünsche an dich ;-)
    amy

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  2. Schöne Liste.
    Einiges erklärt sich fast von alleine (Füllerfedern passen sich der Hand des Schreibers an - schreibt jemand anderes damit verträgt es die Feder nicht unbedingt und anschließend schreibt das teure Ding nicht mehr - das ist in der Tat ein Unglück. Auch Spiegel sind teuer und geht einer kaputt, ist es ein Unglück, weil es unnötiges Geld kostet...), andere sind einfach nur hanebüchen.

    Da lässt sich trefflich drüber diskutieren. :-)

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  3. wäscht man in den heiligen 12 nächten bzw troknet sie auf der wäscheleine, dann stirb in den darauffolgenden monat (1=Jan,2=feb. usw) ein familienangehöriger.

    das selbe gildet auch wenn man eine woche vor karfreitag bettewäsche wäscht.

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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