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Nachgedacht: Über Blogland

30 Juni 2013

Bild von Lauritz Anderson-Ring (1854-1933)
Bild von Lauritz Anderson-Ring (1854-1933)

Unlängst las ich ich bei Nadine von Dreierlei Liebelei [LINK] einen Post, der mich angeregt hat, mir auch wieder einmal Gedanken über das Bloggen zu machen. 

Ein Blog, was ist das eigentlich?

Was hat ein Blog für eine Berechtigung?


Na ja, besteht ein Blog einfach aus wie auch immer gearteten Gedanken, die jemand ins Netz stellt, in der Hoffnung, dass jemand das interessant findet. Irgendwie hat das sehr viel Ähnlichkeit mit der Definition von Kunst.



zur Information: Diese Werke sollen uns irgend etwa lehren, seien es Bilder in Kirchen, die die Geschichten aus der Bibel erzählen, Bücher, Bilder und Filme über ferne Länder und die Natur, meinetwegen auch über schicke Autos, darüber, wie man woanderwergens lebt. Und so gibt es auch Blogger, die uns informieren wollen, einfach über ein fernes Land, in dem sie leben, zum Beispiel, über Dinge, die dort passieren, oder auch über die Natur im eigenen Garten oder einfach über ihr Leben.

mit (oft politscher) Intention: Als ich dermaleinst die Kunsthochschule in Braunschweig besuchte, war Kunst, die etwas erreichen will,  das einzige, was die Einschätzung als Kunst verdiente. Das sind Werke, die Leute dazu bringen wollen, sich eine Meinung über eine Sache zu bilden und dann möglichst aktiv zu werden. Politische Plakate zum Beispiel. Bei Blogs sind das zum Beispiel agitative Blogs verschiedener Couleur. Auch Blogs von Künstlern, die ihre Werke verkaufen wollen, Shop-Blogs, oder auch Blogs von Politikern, die gerne gewählt werden möchten. Wichtig, aber ich finde, dass auch andere Arten ihre Berechtigung haben.

zum täglichen Gebrauch: Quadratisch, praktisch, gut. Bei der Kunst nennt man das Gebrauchsdesign, bei Blogs sind das für mich Blogs mit Tutorials, mit Haushaltstipps, mit Handarbeitsanleitungen.


 provozierend, hässlich: Oft schockierende Sachen, wie abgenagte Hühnerknochen in Schaukästen, die einen aus eingefahrenen Gleisen locken sollen,  sehr hässliche Dinge, von denen man eigentlich gar nicht weiß, was sie bedeuten. So gibt es auch  Blogs, die provozierende Meinungen in den Raum stellen oder zum Beispiel Fotos von vergammelnden Kürbissen oder toten Tieren posten.


völlig sinnfreie Schönheit: Wobei meiner Meinung nach Schönheit durchaus einen Sinn hat, sie erfreut einen eben, und das ist doch wichtig. Viele Blogger zeigen auf ihren Blogs schöne Fotos,  von hübschen Dingen oder aus der Natur


Spaß an der Freude: zum Beispiel Gemeinschaftsaktionen, nach dem Motto "der Weg ist das Ziel" und das Ergebnis ist dann letztlich gar nicht soooo wichtig oder vergeht irgendwann, wie zum Beispiel Blumenteppiche, oder "Wir backen die größte Pizza der Welt", oder auch ein Sew-along im Blog, wie das mit der Puppe, bei dem ich gerade mit mische.

Natürlich sind die Grenzen fließend, es gibt "schöne" Gebrauchsgegenstände und Blogs, die die Informationen, die sie an den Mann bringen wollen, auf sehr ansprechende Art und Weise darstellen, aber auch provokante Kunstwerke und Blogs, die eine (politische) Meinung zum Ausdruck bringen oder auf Missstände hinweisen wollen. Viele Blogger, wie ich auch, bloggen mal dieses und mal jenes. Alles hat seine Berechtigung, finde ich.

Und, genau wie bei Kunstwerken auch, können wir Betrachter entscheiden, was was wir uns angucken wollen und weg gucken, wenn es uns nicht interessiert, wenn es uns zu seicht erscheint oder sonst wie nicht gefällt.

Und natürlich können wir, wie wir es damals an der Kunsthochschule an "unwichtigen" Werken, die wir nicht als Kunst ansahen,  getan haben, auch unsere Meinung dazu sagen. Allerdings finde ich, im Internet sollte man Kritik nicht stammtischmäßig polternd anbringen, sondern liebe etwas gemäßigt. Das geschriebene Wort wirkt schließlich immer stärker als etwas, was wir mündlich von uns geben.

Und man sollte mit seinem Namen hinter der Kritik stehen, finde ich. Deswegen, Herr oder Frau Anonym von gestern, habe ich Ihren Kommentar gelöscht, obwohl er durchaus sachlich war und sie eventuell auch Recht haben.


So, meine Lieben, und nun höre ich auf zu salbadern und gehe in den Garten! 

Gehabt euch wohl!


Kommentare :

  1. Musst Du Dich warm anziehen, um in den Garten zu gehen?
    Hie rist es total kalt und Regen soll auch noch mal vom Himmel tropfen.

    Ich bin jetzt traurig, dass Du den Kommentar gelöscht hast, weil ich mich kaum halten kann vor Neugierde - so!

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  2. Liebe Ursel,
    warum macht sich jemand, der den Sinn des Bloggens nicht versteht, die Mühe und schreibt so einen Kommentar? Was macht man dann auf einem Blog, wenn man nicht versteht, was das soll? Der Kommentar war ja ganz sachlich geschrieben und ich fand den Post von Nadine wie auch Deinen einfach richtig gut!!! Euren worten gibt es nichts hinzu zu fügen!!!

    Ganz liebe Grüße
    Birgit

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  3. Ich gehöre da wohl in die Kategorie 5 1/2.
    Ich blogge weil es Spaß macht und um meinen Kopf freizukriegen.
    Sabienes

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  4. wie auch immer, bin hier gerade über den weg samstagskaffee gelandet. kannst ja mal bei mir reingucken, und wenn du magst, dich bei mir verlinken...
    http://samstagsspaziergang.blogspot.de/

    irgendwas, muss kein spaziergang sein


    herzlich pippa

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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