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Buch-Besprechung: Ein schottischer Sommer (EBuch)

23 August 2013



Verfasser: Maryla Krüger

Titel: Ein schottischer Sommer
ISBN: eBook 978-3-95520-315-3
Handlung:

Johanna hat nach einem abgebrochenen Philosophie-Studium für das Esoterik-Magazin ihrer Freundin einen kritischen Artikel geschrieben, der einiges Aufsehen erregt und ihr nun einen Job beim Royal Crookes Institut für paranormale Phänomene in Edinburgh eingebracht hat. Mit einem Trupp von „Geisterjägern“ soll sie paranormale Phänomene in einem wunderschönen Schloss in Schottland untersuchen. 

Die Geisterjäger sind alle recht ansehnlich, aber sie hat nur Augen für den geheimnisvollen Ryan. Als im Schloss eine Französin auftaucht, die ebenfalls für das Institut arbeitet und Ryan heftig für sich beansprucht (er hat anscheinend nicht viel dagegen) beginnt sie eine Affäre mit dem seltsamen Bewohner eines Cottages in der Nähe, der, wie sich dann heraus stellt, Ryans Bruder ist.

Nun steht sie zwischen den beiden Männern, die sich offensichtlich nicht nur wegen ihr nicht besonders freundlich gesonnen sind, und kann sich nicht entscheiden, wer ihr besser gefällt.

Währenddessen untersuchen die Geisterjäger die Geschehnisse im Schloss. Dabei werden sie vom Sohn des Schlossbesitzers, dem jungen Malcolm unterstützt, der offensichtlich nicht besonders glücklich mit dem adeligen Leben ist. Der Spuk wird immer unheimlicher, aber Joanna kann, im Gegensatz zu den Geisterjägern und den Bediensteten des Schlosses, immer noch nicht wirklich an Geister glauben…


Rabenmeinung:

Sehr schön wird in dem Roman die schottische Landschaft beschrieben, die zusammen mit dem herrlichen Schloss einen schönen Hintergrund für die Geschichte abgibt. Man möchte direkt hin fahren und sich die Gegend selber ansehen.

Joanna, die den Großteil der Geschichte erzählt, ist eine selbstbewusste und kritische junge Frau. Sie sagt frei heraus ihre Meinung und hat eine besondere, oft ironische Sichtweise der Dinge, was die Erzählung sehr unterhaltsam macht. Im Gegensatz zu Ryan glaubt sie nicht an Geister und sucht nach einer anderen Erklärung für den Spuk.

Ryan spielt sich gerne als ihr Beschützer auf, aber sie ist tougher als es ihr die Männer zutrauen und kann das nicht besonders gut leiden. Trotzdem muss sie ab und an aus manchmal recht aberwitzigen Situationen „gerettet“ werden. Ihre spontane Reaktion auf Ryans offensichtliche Beziehung zu der Französin kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich auch, dass sie sich dann doch plötzlich für einen der Brüder entscheiden kann.

Die Fehde zwischen Ryan und seinem Bruder Marlin konnte ich dagegen gut nachfühlen, wenn mir Marlin auch manchmal zu tolerant und verständnisvoll für seinen jüngeren Bruder erscheint.

Die übrigen Personen im Schloss haben alle ihre (sympathischen) Eigenheiten:  die energische Haushälterin Milly, die manchmal unter merkwürdigen, anscheinend medialen Anwandlungen leidet,  ihr Mann Ruppert,  der die Gegend noch niemals verlassen hat und  seinen Kaffee mit einer ordentlichen Portion Whisky trinkt, die kräuterkundige Alisa, die für alle Gebresten ein (manchmal nicht sehr angenehm „duftendes“) Heilmittel weiß und im Verlauf der Handlung für Joanna zu einer Freundin wird, der Pfarrer, der ein bisschen aussieht wie die Eule aus einem Kinderprogramm im Fernsehen, alte Liebesbriefe sammelt und seine Schäfchen beisammen zu halten versteht.

Besonders gut gefallen hat mir, wie die Entstehung der Legende um die „Weiße Annie“, die eine Selkie, also eine Seehundfrau gewesen sein soll, schließlich mit realen Geschehnissen erklärt wird.

Alles in allem eine spannende, romantische Lektüre, gut geeignet für den Urlaub (oder eine schlaflose Nacht…)!




Vielen Dank an Blog dein Buch und an den dot.com-Verlag.



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Ursel


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