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Kurzurlaub am Ende der Welt

13 Oktober 2013

Hier kommt mein Reisebericht aus der Eifel. Achtung: Gaaaanz viele Bilder!


Einfach mal raus wollten wir und den Alltag hinter uns lassen. Dank Nadine von "Dreierlei Liebelei" ist uns das auch gelungen. Sie hatte nämlich im Juni über einen Kurzurlaub berichtet, den sie und ihr Mann in einem Ferienhaus in der Eifel verbrachten [LINK]. Glücklicherweise war das Häuschen [LINK] für das anvisierte Wochenende im September tatsächlich noch frei, und so buchten wir uns kurz entschlossen dort ein. Wir haben es nicht bereut!


Es ist tatsächlich weit weg vom alltäglichen Trott, liegt am A.... der Welt ganz am Ende der letzten Dorfstraße am Wald. Wenn man will, hört und sieht man den ganzen Tag keinen Menschen. 


Liebe Nadine, wie du siehst, ist er noch da! Der ganze Garten ist ein herrlich verwildertes Waldgrundstück.


Das wusste schon Friedrich der Große. Und zu meiner Freude gab es hier ein großes Bücherregal und einen Korb mit schönen Zeitschriften. Und einen Ofen mit einem gehörigen Vorrat an Holz. Das bedeutete gemütliche Abende ganz nach meinem Geschmack, zumal das Haus sehr liebevoll im skandinavischen Stil eingerichtet ist. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Ein bisschen zu Denken (wegen der ganzen Eifel-Krimis) gab mir allerdings dieses Teil hier, das hinter dem Kleiderschrank steckte:




In der direkten Umgebung gibt es viele Wander- und Spazierwege. Man kann praktisch direkt am Haus los laufen.


Der Rotwein-Wanderweg durch die Weinberge, auf dem man sich über den Anbau und die Herstellung von Rotwein informieren konnte, erschien uns ziemlich überlaufen, und so folgten wir lieber Nadines Spuren und wanderten gemütlich zur Ruine der Saffenburg hinauf. Zu unserer Freude war die kleine Hütte dort bewirtschaftet, und so saßen wir dort mit gutem Essen bei herrlicher Aussicht.



Auf dem Bild sieht man, wenn man genau hin guckt, in der Mitte ein Stück des Rotwein-Wanderweges. Und auf der Vergrößerung sah das so aus:


Jessas, der war ja fast wegen Überfüllung geschlossen! Da hatten wir es auf der eigentlich auch recht belebten Saffenburg ja richtig gut!

Am Sonntag fuhren wir nach Maria Laach, was, wie der Rabenmann meinte, zu den Dingen gehört, die man unbedingt gesehen haben muss. Da sich ja anscheinend alle Welt auf dem Rotweinwanderweg oder auf den Weinfesten herum trieb, war es dort verhältnismäßig ruhig.



Die Abteikirche sieht heute noch fast genau so aus wie damals, als sie im 13. Jhdt. fertig gestellt wurde, denn die während der Gotik und des Barock erfolgten Veränderungen hat man während neuerer Renovierungsarbeiten im 20. Jhdt. weitgehend wieder rückgängig gemacht. So ist sie nun eines der am besten erhaltenen romanischen Bauwerke in Deutschland.

Mir gefiel, dass der Jesus in dem großen Mosaik ausgesprochen freundlich aussah, und dass im vorgelagerten "Paradies" am Westeingang, wie in vielen alten Kirchen, die Säulenkapitelle ganz unterschiedlich gestaltet waren. Wirklich jedes ist einzigartig, die Gesamtwirkung ist aber doch einheitlich harmonisch.


In der Klostergärtnerei musste ich mich arg zurück halten, um nicht unser ganzes Auto voll Hortensien zu laden! Eine war schöner als die andere. Unter anderem sah ich eine rosa blühende Annabelle...


Nun, sie wird unseren Garten leider nicht zieren, denn so unterwegs kann man Pflanzen ja meistens nicht besonders gut pflegen. Und die arme Annabelle hätte die restliche Reise bestimmt nicht gut überstanden.

Abends hockten wir dann noch kurz  auf ein Weinchen auf dem Balkon, bevor wir uns wieder in das gemütliche Wohnzimmer zurück zogen und natürlich das Öfchen anwarfen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Ahrweiler. Die Innenstadt mit ihren Fachwerkhäuschen und kleinen Läden ist noch komplett von der alten Stadtmauer umgeben. Man kann sie durch 4 Tore betreten. Bei einem trafen wir diesen Herrn:




Noch ein gemütlicher Abend im schönen Wohnzimmer...



...dann war die gute Zeit schon wieder vorbei, und wir mussten uns auf den Weg machen nach Bremen, um den Geburtstag meiner Mutter zu feiern (nein, das war nicht wirklich ein "Muss", wir haben uns ja auch darauf gefreut).

O, das Häuschen war so schön! Wir haben uns wirklich sehr wohl gefühlt dort. Und nun glaube ich, ich sollte daheim mal wieder ausmisten. Ich hab viel zu viele Steh-Herumse! Vielleicht mache ich vor Weihnachten einfach mal Tabula rasa.

Man reiche mir einen Umzugskarton...


PS: Die neuen Becher haben wir am Samstag eingeweiht!
@BINE: Wir hatten am Freitag weiße!
@INGA und ANDREA: Das ist so ein Angebot beim Schweden. Was alle ist, ist alle. Also, wenn ihr noch zuschlagen wollt, müsst ihr euch wohl beeilen.

Kommentare :

  1. Liebe Ursel,
    die Eifel ist ein herrliches fleckchen Land.
    Weit weg von Hast und Hektik.
    Von uns aus ist es nur ein Katzensprung und zu jeder Jahreszeit ein Abstecher wert.
    Bin mir sicher das ihr des öfteren dort Einkehr halten werdet.
    Würd mich am liebsten gleich hinbeamen und genießen.
    Man sieht, wie ihr entspannen konntet.
    Hab noch einen gemütlichen Sonntag.
    GGLG Moni

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  2. Das klingt ja fabelhaft. Den Tip muß ich mir merken. Eifel - da war ich mal als Mädchen mit den Eltern, aber in dem Alter hat man an Natur und Ruinen ja wenig Freude.

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  3. Liebe Ursel,
    danke für deine Einladung zu deinen Eifel-Schilderungen! Ich bin zwar ein bisserl spät gekommen und hätte deinen Urlaubsbericht ohne deinen Tipp daher vielleicht übersehen, weil du schon wieder Neues gepostet hast - aber das ist ja glücklicherweise nicht passiert: Und so hab ich hier und jetzt gleich AUCH ein bisserl "Urlaub" gemacht und mit der Seele gebaumelt! So hübsch und gemütlich, euer Ferienhäuschen - und die Gegend ist ja ebenfalls traumhaft schön! Klug gemacht, dass ihr euch von der belebten Weinstraße ferngehalten habt, es muss ja nicht immer am "Trampelpfad" am schönsten sein :o)) Und auch die Kirche hat so eine schöne, ruhige Ausstrahlung - einfach fein!
    Eine schöne neue Woche wünsch' ich dir!
    Herzlichst Traude

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  4. Hallo liebe Ursel,
    das schaut Alles sehr gemächlich und gemütlich aus! Seele baumeln lassen und auch Kulinarisches war geboten! Hach - so ein Ausspannwochenende tät ich mir schon gefallen lassen! ;-)Freut mich dass es Euch so gut gefallen hat.
    Lieben Gruß
    Kerstin

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  5. Hallo,

    unter der Überschrift "am Ende der Welt" ist mir die Eifel nicht als allererstes in den Sinn gekommen. Nach deiner Beschreibung klingt es aber sehr einleuchtend, diese Worte zu wählen. Und das meine ich nun ganz und gar nicht negativ! Einfach mal die Seele baumeln lassen und genießen ist doch was sehr schönes! Tolle Bilder hast du übrigens gemacht!
    Auch ich sollte mal wieder in die Eifel fahren. In meiner Kindheit habe ich dort so manchen Sommer verbacht... achja, die Erinnerung :-)



    LG Lisa

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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