page Rabenzeit - das Blog der Rabenfrau: Das ist noch von meiner Oma

Das ist noch von meiner Oma

17 November 2013


 Ich hatte das Glück, 2 Omas zu besitzen, die eine hieß für mich einfach"Oma" und wohnte mit ihrem Mann, der natürlich mein Opa war, mit in unserem Haus. Von ihr habe ich diese hübschen Frühstücksbrettchen und diese Eierbecher, die ich schon als Kind sehr liebte.

Den Rest von dem Geschirr hat man leider nach ihrem Tod irgendwann in den Müll geworfen. Schließlich war es ja nur das olle Küchengeschirr. Ich musste schon hart um die Frühstücksbrettchen kämpfen! Zudem besitze ich noch so ein Vorlagebesteck (den passenden Löffel fand ich mal auf einem Flohmarkt):

Und ein paar Spitzentaschentücher, von ihr sorgsam umhäkelt. Ich muss gestehen, dass ich die Dinger früher so überhaupt nicht mochte, deswegen sind wirklich nur ein paar davon übrig geblieben, die ich nun aber in hohen Ehren halte. Fast alle meine Topflappen hat sie auch fabriziert. Leider gehen sie nun, nach 30 Jahren in Benutzung, langsam aus dem Leim!

Von meinem Opa habe ich keine materiellen Hinterlassenschaften, nur eine, wie meine Umwelt findet, etwas abartige Vorliebe  "Grünen Käse", sprich Schabziger, letzteren gerne auf Butterbrötchen, sowie dafür, weiche Eier aufs Brot zu legen, die dabei naturgemäß etwas zermatscht werden. Ich sehe ihn heute noch vor mir, wie er immer seinen Eierlöffel ins Salzschälchen (ein Salzfässchen hatten sie nicht) tunkte, den abgeleckten, versteht sich, weil ja sonst kein Salz dran kleben blieb. Es ist übrigens trotzdem niemand krank geworden  ;-)


Meine andere Oma hieß "Oma Vegesack", sie wohnt nämlich dortselbst. Das war ein Fußmarsch von ungefähr einer halben Stunde. Ich habe sie trotzdem oft besucht. Der zugehörige Opa ist schon vor meiner Geburt gestorben. Oma Vegesack hat mir das Sticken beigebracht und mir viele Kinderkleidchen genäht. Aus ihrem Haushalt ist mir diese Vase geblieben (leider ein bisschen kaputt), die zwei hübschen Schnappsgläschen, sowie ein altmodisches Baumwollnachthemd, dass ich mal zum Fasching als "Hemdglonker" an hatte, was mir aber inzwischen nicht mehr passt.

Gibt es in eurem Haushalt auch noch Dinge von euren Großeltern? Oder sind die Sachen längst den Weg allen Irdischens gegangen?


Kommentare :

  1. Hallo Ursel!Ich liebe dieses blau weiße Muster!Mußte es mir leider neu kaufen.Da meine Großeltern mütterlicherseits vertrieben wurden war da nicht viel.Aber die Sachen halte ich in Ehren.
    "Väterlicherseits " hänge ich besonders an einer Blechdose in der ich Mehl aufbewahre.Mein Opa hat sie von See mitgebracht(so sagt meine Mutter immer).Er fuhr übrigens von Vegesack auf einem Heringskutter.Ich fand als Kind den Namen immer so spannend.Ein Sack der fegt.Was man sich als kind so vorstellt!!
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir Margret

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Ursel- das Besteck ist wunderschön ! Ich habe auch noch viele Sachen von meiner Oma , da hänge ich dran wie Pattex. Viele Dinge habe ich in meinen Haushalt übernommen - die Teigschüssel, das Brotmesser, die Teekanne. Ich bin bei meiner Oma quasi aufgewachsen und habe sie sehr geliebt. Ihre verbliebenen Sachen gehören für mich einfach zum Leben dazu.

    einen schönen Sonntag wünsche ich Dir
    liebe Grüße Silvia

    AntwortenLöschen
  3. Hallo liebe Ursel,
    auch ich hatte 2" Omas", die 1. Oma war die Mutter meines Vaters und war die OMI, ihre Mutter war meine OMA. Meine OMA wohnte im Nebenhaus bei uns und hat mich die gesamte Kindheit begleitet. Habe sehr an ihr gehangen und auch einiges geerbt. Alte Silberbroschen und einen gr. Messingkerzenständer. Von meiner OMA habe ich Tischdecken und Geschirr..und sonst viel geerbt. Leider wollen meine Töchter davon nichts haben. Evtl. mal später meine Enkeltöchter? Heute haben wir das alte Besteck meiner OMI benutzt. Deinen Block lese ich als stille Leserin sehr gern.-Danke- Liebe Grüsse von RIKA aus Hamburg -

    AntwortenLöschen
  4. Ich würde sagen fast 90% meines Haushalts ( inkl. Möbel) kommen aus der Ahnenschaft. Von meinen Großeltern habe ich sehr viel. aber auch von meinen Urgroßeltern und Ururgroßeltern sowie von Großtanten...Wir hatten das Glück, daß die Tanten nicht verheiratet waren.
    Das gleiche blau/weiße Geschirr haben übrigends meine Eltern und im Film *Papa ante portas* von Loriot ist es auch vertreten *g*.
    LG Papierfrau

    AntwortenLöschen
  5. Das sind wunderbare Erinnerungen! Ich habe noch eine Kommode meiner Oma.
    Liebe Grüße,
    Markus

    AntwortenLöschen
  6. Wunderschön, liebe Ursel!
    So ein Service hatten wir auch und es existieren noch Sachen, aber die hat meine Mama noch in Gebrauch! Ich hab aber auch das ein oder andere alte Sück als Erinnerung und auch in Gebrauch!
    Ich wünsch Dir eine schöne neue und glückliche Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  7. Wir haben noch den alten Sekretär (also das Möbelstück) und ich habe von der Oma meines Vaters noch das Dr. Oetker Schulkochbuch. Ich liebe das alte Ding in das alle noch Anmerkungen geschrieben haben, die danach gekocht haben. Manches in feinstem Sütterlin.
    Da wirds aber schon schwierig mit dem Entziffern.

    Ich liebe weiche Eier auf Butterbrötchen! Jedes Wochenende quäle ich Herrn Hütchen mit dem Anblick.
    Fröhlich mag das auch ;-)

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Beliebte Posts