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Nicht verschollen und nicht krank...

06 April 2014



... war ich, bloß viel unterwegs und mit diesem und jenem beschäftigt, wie das manchmal eben so ist.

 Am Mittwoch waren der Rabenmann und ich in Beuren im Museumsdorf. Das Wetter war ja wunderschön, und die Obstbäume auf der Alp und im Dorf standen in voller Blüte.




Wie immer in solchen Dörfern fand ich so dieses und jenes, was ich gerne daheim hätte:

Ist diese Lampenkonstruktion, die in der Schreinerwerkstatt hängt, nicht genial? Ob sie allerdings heutigen Sicherheitsvorschriften stand hält, wage ich zu bezweifeln...

Diese Flaschen hatte man schon mit Draht gesichert, damit sie keine Beine bekommen oder jemand etwa noch eine dazu stellt ;o)...


Diese Schüsseln und Kannen würden sich in meiner Küche auch ganz gut machen. Aber die Küche selber... Oha, da bin ich doch wieder froh, heutzutage zu leben. In manchen Häusern waren die Küchen derartig klein (In einem Haus bestand sie bloß aus einer offene Feuerstelle im Flur, die man sich noch mit einer anderen Partei teilen musste. Flurküche nannte man sowas!) und verwinkelt, dass nicht einmal Platz für einen Tisch war. Wie konnten die Hausfrauen darin bloß arbeiten? Nun ja, meist gab es ja sowieso tagein tagaus Getreidebrei, eventuell ab und an noch Kraut. Vermutlich musste frau dabei nicht allzuviel hacken und schneiden. Ach ja: Das Gerät auf dem riesigen Kochtopf in der Mitte ist eine Spätzles-Presse. Die Tradition der Herstellung dieser Teigwaren lässt sich in Schwaben ja bis ins 18 Jahrhundert zurück verfolgen.


Wenn ich mich recht erinnere, hatte meine moderne Tante auch so eine schwarz-gelbe Plastik-Gießkanne, und solche Blumen-Übertöpfe waren auch noch in meiner Jugend der letzte Schrei!


Die Weber damals auf der Schwäbischen Alb konnten sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeiten, aber ein angenehmes Arbeiten war das gewiss nicht. Die Webstühle standen im Keller der kleinen weberhäuschen, es war dort kalt und dunkel, vor allem feucht, was der Gesundheit der Weber nicht besonders zuträglich war, aber so konnten die feinen Leinenfäden besser verarbeitet werden. Zudem war die ganze Familie mit der Zuarbeitung für den Weber beschäftigt. Heute kennt man Leinen ja vor allem als etwas gröberen Stoff mit  kleinen Fehlern im Garn für edle Bekleidung. Früher durften "gute" Leinenstoffe keinerlei Fehler aufweisen. Sie waren viel dichter gewebt als die heutigen und hatten eher eine Konsistenz wie der Stoff der heutigen Oberhemden.

Dummerweise ist uns das alte Fotolabor im Museum komplett entgangen. Wir haben also einen Grund, irgendwann mal wieder hin zu fahren. Vielleicht, wenn der neue Eingangsbereich fertig gestellt ist. Dann wird man nämlich auch noch ein "neues" altes Haus besichtigen können, das  von außen wesentlich prunkvoller aussieht als die bisher vorhandenen. Schaun wir mal...

Meine Lieben, wir haben es gut!

Einen schönen Restsonntag!





PS:  @Herrn oder Frau ANONYM zu der Umfrage: Das Bild war der Umfrage nicht beigefügt. Ich habe mir die Freiheit genommen es dazu zu stellen.

Nochmal zum WÜSTENSAND: Er ist bis jetzt hier nicht runter geregnet, hat sich aber anscheinend verzogen. Das Auto war ein bisschen eingestäubt, aber sonst haben wir eigentlich nichts fassbares gemerkt. Inzwischen scheint die Sonne schon wieder wunderbar!

Kommentare :

  1. An die Töpfe kann ich mich auch noch gut erinnern, gefüllt mit Grünlilien.Ähnliche Gardinen hatten wir auch. So "schlabberig"irgendwie.Jetzt kommt die Zeit in der man in Museen Dinge sieht die man schon selbst erlebt hat.In unserem Freilichtmuseum steht eine Tankstelle aus den 6oern.
    Schöne Woche Gruß Margret.

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  2. Ach, im Beurener Freilichtmuseum war ich schon soooo lange nicht mehr... wir liegen eher faul in der nahen Therme herum. Ic mag dieses Eintauchen in vergangene Zeiten auch sehr gern, vor allem in Schweden gehe ich gern in Freilichtmuseen. Man bekommt einen Eindruck, wie die Menschen damals gelebt und vor allem geschuftet haben. Waren sie unglücklicher? Ich denke, sie hatten vor allem mehr Ruhe und haben sich mit Wesentlichem beschäftigt, einfacher hatten sie es aber sicherlich nicht.
    Danke für die schönen Eindrücke von Ausflug, ich freue mich derzeit auch sehr an den blühenden Bäumen im Neckartal! liebe Grüße, JULE

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  3. Das ich heute abend noch einen Ausflug machen kann... wer hätte das gedacht?
    Schön liebe Ursel, - danke für´s Mitnehmen.

    Am meisten erstaunt mich, daß die Vorhänge von meiner Oma dort hängen ... und die Plastikübertöpfe, ja die kenne ich auch noch.

    VLG Bine

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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