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Gelesen: Die zwei Leben der Alice Pendelbury

03 Mai 2014

Verfasser: Marc Levy

Titel: Die zwei Leben der Alice Pendelbury

ISBN: 978-3764504441

Handlung: Alice ist 40 und eine sogenannte "Nase" (sie mischt Essenzen für individuelle Parfüme) im London von 1950. Im zweiten Weltkrieg hat sie ihre beiden Eltern bei einem Bombenangriff verloren, was ihr immer noch zu schaffen macht.  Nach dem Besuch eines Jahrmarktes in Brighton schleppen ihre Freunde sie zu einer Wahrsagerin, deren mysteriöse Darlegungen sie noch lange beschäftigen, obwohl sie eigentlich gar nichts übrig hat für solche Scharlantanerie: Der Mann, der für sie am meisten zähle, sei gerade hinter ihr vorüber gegangen. Bevor sie in finde, würde sie aber eine weite Reise machen,  6 verschiedene Personen treffen und heraus finden, wer sie wirklich sei.

Obwohl sie eigentlich ihre Freunde gar nicht verlassen möchte (für deren einen sie mehr als Sympathie fühlt), lässt sie sich von ihrem grommeligen Nachbarn, dem Maler Daltry zu einer Reise überreden, für die er die Kosten übernimmt und auf die er sie begleitet, aus, wie er sagt, selbstsüchtigen Motiven.

Die beiden landen in Istanbul. Die Stadt überwältigt Alice mit vielen Eindrücken. Immer wieder quälen sie verstörende Alpträume. Trotzdem ist sie fasziniert und beschließt, eine Weile dort zu leben und zu arbeiten, während Daldry zurück kehrt nach London, wo er Alices Atelierwohnung zum Malen nutzen darf.

Nach und nach enthüllen sich die Geheimnisse, die Alice umgeben, und am Ende findet sich sogar für die Voraussage der Wahrsagerin  fast eine rationale Erklärung und Alice natürlich den Mann ihres Lebens.


Mein Fazit:

Es gibt ein paar Zufälle zu viel, aber die Zeit, in der das Buch spielt, kam gut heraus und die Personen fand ich alle gut beschrieben und ich konnte mich in ihre Handlungsweisen einfühlen. Ein solide konstruierter und kurzweiliger Schmöker. 

4 Sterne





PS: @DANI: Na ja, ich finde die Liste auch nicht unbedingt repräsentativ.

Kommentare :

  1. Liebe Ursel,
    zur Zeit entpuppe ich mich wieder zur Leseratte.
    Lange Zeit fehlte mir die Ruhe, die Muße.
    Marc Levy schreibt sehr schön, ich hab einige Bücher von ihm im Regal.
    Der Titel hört sich recht gut an und beim nächsten Buchhandelbesuch ;0) werde ich es mir zur Hand nehmen. Eigentlich mag ich mehr so die Südländische Lektüre und Istanbul liegt nicht so auf meine Wellenlänge. Aber warum nicht mal was Neues ausprobieren.
    Danke für diese Buchvorstellung!
    Wünsch dir ein feines Maiwochenende.
    LG Moni

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  2. liebe ursel, irgendwie klingts spannend. ich werd mir überlegen, es auch zu lesen. ich suche gerade einen würdigen nachfolger für mein jetztiges buch, das irgendwie auch so zäh ist, ich bin nur eine "fertigleserin" und schaff es nur schwer, ein buch in der mitte aufzuhören und brach liegen zu lassen. irgendwie komisch, oder?

    glg nora

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  3. Liebe Ursel,

    Danke für die ausführliche Vorstellung. Das habe ich gleich auf meine Wunschliste gesetzt.

    Zur Zeit lese ich nochmal einen Simmel. Grundsätzlich mag ich den ja nicht, aber ich erinnerte mich plötzlich, dass ich " Es muss nicht immer Kaviar sein" als junges Mädchen mit Vergnügen gelesen hatte und von den Rezepten beeindruckt war. Das nochmal zu lesen ist eine interessante Erfahrung, wie überhaupt das nochmalige Lesen von Büchern an einem späteren Punkt des Lebens. Sehr spannend, wie ich als ganz junge Frau das Buch erlebt habe und wie ich es heute tue. Und die Rezepte - manche immer noch ganz brauchbar, manche eher als Zeitzeugnis zu betrachten. Wirklich interessant!

    Herzliche Grüße, Angelika

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  4. Hallo Ursula,

    das Buch klingt gut ... mich spricht es besonders an, daß ich gestern bei einem Händler einen alten "Parfüm-Automaten" gesehen habe.
    Diese Automaten standen früher auf öffentlichen Toiletten. Mit 10 Pfennigen konnte man seinen Lieblingsduft auswählen, der dann aus dem Automaten gespritzt kam ...

    Herzliche Grüße
    Jutta

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  5. Klingt doch ganz spannend!
    Liebe Grüße,
    Markus

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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