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Man schreibt nicht mehr...

29 Juli 2014


Irgendwie ist das Schreiben aus der Mode gekommen, glaube ich. In unserem Briefkasten finden sich bloß noch Rechnungen und Reklame. Kaum jemand schreibt noch richtige Schneckenpostbriefe. Schon, wer noch Postkarten aus dem Urlaub schreibt, ist anscheinend schon ein bisschen altmodisch. Wir schreiben eigentlich immer Grußkarten, wenigstens dann, wenn wir länger unterwegs sind. Schließlich bekommen wir auch gerne welche. Ihr nicht? Es ist doch etwas Anderes, als eine SMS mit Bild auf dem Handy.

Aber einen richtigen Brief habe ich schon lange nicht mehr geschrieben! (Außer zu Weihnachten, da kriegen engere Freunde und Verandte immer einen ausführlichen "Schauerbericht").

Auch Kommentare in meinem Blog sind in letzter Zeit seltener geworden, obwohl ich laut Statistik genau so viele Seitenaufrufe habe wie früher. Von anderen Blogs hörte ich dieses Phänomen auch schon. Kommentieren scheint allgemein nicht mehr so üblich zu sein heutzutage. Man "likes" auf facebook, oder drückt eben mal den +Knopf bei Google+. 

Auch viele Blogger sind inzwischen leider nur noch selten oder auch gar nicht mehr zu lesen und posten lieber fix ein paar Fotos auf Instagramm. Geht halt schneller. Heute hat anscheinend kaum jemand Zeit für Persönliches. 

Schade eigentlich! Denn:


... und Briefe, und ausführliche Blogposts und kleine Zettelchen, die man sich gegenseitig auf den Tisch legt, und Postkarten ....

 
Ihr nicht?



Kommentare :

  1. Liebe Ursel,
    na klar... ich glaube, das lieben wir alle :o)
    Selbst wenn mein Sohn mir ein *Ich bin da und dort-Zettelchen* hingelegt hat, freue ich mich und es landet als Lesezeichen in einem Buch... *für später mal* ...*als Erinnerung* ;o)
    Meine Freundin aus Belgien hat mit Internet und Co. absolut nix am Hut. Wir schreiben uns noch per Hand.
    Lustig war, als ihre Familie mit Freunden in Ski-Urlaub wollte. Ihr Mann organisiert den Trip jedes Jahr. Meine Freundin schleppte (wie immer) Bettwäsche für 2 Erwachsene und drei Kinder mit dorthin. Alle anderen kamen ohne, denn in dem Jahr war die Hütte MIT Bettwäsche. Als sie sich aufregte, wie das sein könne, daß alle das wissen, nur sie nicht, meinte ihr Mann trocken *Du hast halt keine Mail-Adresse!*
    Heftig, aber zum Glück halb so schlimm. Die Ehe ist nicht am toten Punkt, wie es dadurch scheint ;o)
    Liebe Grüße von der Elke, die bei Dir immer liest :o)

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  2. Meine Freunde wünschen sich wahrscheinlich, daß ich weniger Schneckenpost schreibe - die kommen mit dem Lesen kaum nach! *gggg*

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  3. Doch liebe Ursel, ich mag auch Kommentare. Bei mir ist es die Zeit im Moment... bitte entschuldige.
    Deshalb kommt hier ein umso lieber gemeinter Gruß
    Knutsch!
    ;)
    Dani

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  4. Hallo Ursel,
    ich bin ein bekennender Schneckenpost-Schreiberling. Das ist ein Hobby, dass ich bereits seit meiner Kindheit pflege. Mittlerweile habe ich vier Brieffreundschaften mit einem regen Briefverkehr. Im Monat sind es ca. drei bis vier, die ich schreibe und erhalte.
    Gerne schreibe ich auch die Posts fùr meinen Blog, kommentiere da wo ich meine, meinen Senf dazu geben zu müssen. Beide Medien möchte ich nicht missen, die bereichern den Alltag!!

    Liebe Grüße
    Monika

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  5. Weil du Kommentare so magst ( wie wir sicher alle :-) ) bekommst du heute einen ganz lieben Gruß von mir. Auf meinem Blog sind Kommentare sowieso selten, da die Leserzahl sehr begrenzt ist. Daher freue ich mich auch immer um so mehr, wenn ich einen von dir vorfinde.
    Liebe Grüße,
    Andrea

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  6. Huhu liebe Ursel,
    erstmal liebe Grüße aus und in den Urlaub!

    Ich schreibe heutzutage nur noch ungern "richtige" Schneckenpost-Briefe und wenn dann nur auf der Computer-Tastatur, einfach weil es viel schneller geht. Zeit ist und bleibt ein ewiger Faktor, je älter man wird. Das hätte ich früher so auch nicht gedacht. Die Handschrift ist eh nicht mehr so toll und ich hatte auch schon immer die berühmt-berüchtigte Ärzte- oder Apotheker-"Klaue" *lach*
    Doch mit um die 20 habe ich noch locker mal eben 30 Seiten per Hand geschrieben oder stenografiert, wenn es sein mußte und der andere es entziffern konnte ;-)

    Mir fällt das Schreiben auf der Tastatur sehr leicht im Gegenatz zu vielen jungen Leuten heute, die das nicht gelernt haben oder nur mit 2 - 4 Fingern mühsam tippseln, was man dann auch an Groß- und Kleinschreibung und anderen Dingen merkt.

    Bei uns im Freundeskreis schreibt keiner mehr richtige Briefe. Entweder wird gemailt oder telefoniert. Es kommen aber schon mal "richtige" Ansichtskarten aus dem Urlaub, das schon, aber nicht regelmäßig, so wie früher. Nur nach Lust und Laune ...
    Ich habe mich allerdings sehr gewundert und andererseits auch gefreut, als unsere Kinder anfingen, zu chatten, denn das bedeutete schließlich schreiben. Sie waren gar nicht so wild aufs Telefonieren und Herumquatschen, wie unsere Generation, sie schrieben, siehe da! Ich meine jetzt keine Bla-Bla-Kurz-Chats mit Wildfremden sondern sowas wie Messenger oder später über Facebook, wo man mit Freunden schreibt und nicht mit diesen internetten Kürzeln gespickt.

    Und wer weiß - da werden sicherlich auch wieder Generationen kommen, die die "richtigen" Briefe wiederentdecken. Alles schon mal dagewesen, alles kommt auch einmal wieder - in etwas abgeänderter Form.

    Ich fangs nicht mehr an, hat auch mit Handproblemen zu tun. Schreiben mit der leichtgängigen Tastatur von heute ist einfach total easy und schöne Schreibschriften oder gar die eigene Handschrift gehen doch auch.

    Mit Instagram hab' ich absolut nichts am Hute, ich finde sowieso, die Leute verzetteln sich heutzutage auf den zahlreichen Plattformen. Man kann nur wenige Dinge richtig gut machen. Wenn man hier und da und dort herumflitzt, kommt am Ende nichts Gescheites bei heraus! Mir ist meine Zeit zu schade und ich hab' sie - ganz ehrlich - auch gar nicht, um mich in solchen internetten Welten zu verlieren. Es besteht inzwischen ein Überangebot von Bildern, wer will so viel noch sehen, wer KANN so viel noch verarbeiten? Da wird nur noch an der Oberfläche gekratzt.
    Inzwischen gibts viele hochwertige Bilder und es ist schade, wie das alles im oberflächlichen Kommentarbrei "bla bla, schön und gut" untergeht. Oder nur noch angehakt wird mit sog. "Likes". Dafür wären mir richtig gute Fotos einfach zu schade, um sie in den weltweiten Äther hinauszupusten auf ewig und Nimmerwiedersehen .... denn was sind schon ein paar Likes??? Schließt sich irgendwann der Kreis, schaut man auf die Summe oder die Ernte all dessen, könnte man wohl ebensogut nur für sich selbst fotografiert und gebloggt haben ...

    Kommentare werden immer weniger, viele sind übersättigt. Aber nach 4 Jahren läßt das Interesse eh nach und man wendet sich wieder verstärkt dem realen Leben zu, besonders die, die eine Zeitlang sehr intensiv gebloggt haben. So meine Erfahrung. Du bloggst ja auch schon sehr lange, Ähnliches wirst auch Du beobachtet haben.

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  7. Was die nachlassenden Kommentare betrifft, bedauere ich diese Entwicklungen sehr, aber ich muß gestehen, auch nicht mehr viel zu Kommentieren zu kommen, wenn ich auch meine Lieblingsblogs auch weiterhin lese bzw. immer mal wieder reinschaue. Doch die Zeit wird knapper und damit auch mein eigenes Kommentierverhalten. Das Bloggen selbst wollte ich mir (noch) nicht nehmen lassen .... und wenn es nur für mich selbst ist ... denn je weniger man kommentiert, desto weniger WIRD bei einem kommentiert ... doch das ist mir jetzt auch schon egal, ich war zuletzt eh nur noch mit meinem Gartentagebuch, das ja hauptsächlich für mich ist, online. ;-)

    Andererseits kommentiere ich in Blogs und bekomme nie Resonanz von Einigen, solche Blogs besuche ich dann auch nicht mehr oder kommentiere dort nicht mehr. Es ist einfach schade, wenn man nicht weiß, ob ein Kommentar gern gesehen ist oder gar nicht wahrgenommen wird und manchmal hätte man einfach auch gern eine Antwort auf den Kommentar zum Beitrag. Das finde ich nicht nur höflich ... es ist auch eine Art Gedankenaustausch. Es wird sehr einseitig, wenn man immer nur kommentiert und nie kommt irgendeine Rückmeldung, dann verbleibt es irgendwann. Sicher kann kaum einer ständig Resonanz geben, aber gelegentlich wäre doch nett!

    Dein Blog ist ein Evergreen, liebe Ursel und ich denke, Du wirst immer Deine Leserschaft haben, ob mit oder ohne Kommentare. Ich werde hier immer gern lesen und schauen. Dein Blog hat Charakter, anders als viele dieser modernen Blogs mit Warenangebot, und ich hoffe, daß er uns noch sehr lange erhalten bleibt!

    Liebe Grüße und schöne Ferien
    Sara

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  8. Liebe Ursel,
    ich war mal eine absolute Vielschreiberin. Und wenn ich sage VIEL, dann meine ich WIRKLICH VIEL. Ganz besondere Menschen bekamen von mir unter Umständen auch Briefe mit 30 oder mehr A4-Seiten (eng beschrieben). Du siehst, ich war immer schon mitteilsam und ich hatte immer ein erzählenswertes leben sowie eine "analysierenswerte Gefühlswelt" ;o)) - und außerdem ging ich natürlich auch auch die Themen meiner Freunde ein. Doch jede Zeit ist begrenzt. Inzwischen haben sich für mich wie für viele andere auch die Medien verschoben. Anstatt zu malen, fotografiere ich derzeit lieber, anstatt ellenlange Briefe von Hand zu schreiben, tippe ich lieber - meine Handgelenke halten das Schreiben und das Malen auch nicht mehr so gut aus. Und da ich viele Menschen kenne und schätze - es werden mehr und mehr ... innerhalb und außerhalb der Bloggerwelt - muss ich meine Zuneigung irgendwie so verteilen, dass keiner zu kurz kommt, aber auch ich mich nicht entleibe. Es ist also nicht wirklich einfach - wie bei jedem Spagat ;o))
    Lass dich lieb drücken!
    Herzlichst, die Traude

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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