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Gelesen: Wilder Wacholder von Susanne Schomann

03 August 2014

Verfasser: Susanne Schomann

Titel: Wilder Wacholder

ISBN: 9783956490422
Handlung: Jedes Ende ist ein neuer Anfang! Nach dem Unfalltod ihres Mannes wagt Isabell in der Lüneburger Heide einen Neuanfang: Beruflich mit ihren Modetorten, privat ist da Dr. Kjell Loewenthal. Aber der Landarzt von Lunau ist ein Mann, der sich auf keine feste Beziehung einlassen will, auch wenn seine Blicke in kostbaren Momenten etwas zu versprechen scheinen, an das Isabell nach all den Tränen nicht mehr glauben konnte. Es duftet nach wildem Wacholder, als Kjell sie zum ersten Mal küsst. Und er ist für sie da, als die Vergangenheit sie einholt - und ihr Glück unter dem weiten Heidehimmel in Gefahr gerät.

Rabenmeinung: Kjell ist Arzt. Seine Ausbildung hat er bei der Marine gemacht, wo er lange in einer Eliteeinheit gedient hat. Jetzt hat er seinen Abschied genommen und kommt zurück in sein Heimatdorf Lunau mitten in der Lüneburger Heide und übernimmt eine Landarztpraxis. Seine Mutter besitzt dort einen Buchladen mit angeschlossenem Café. Sie freut sich sehr, ihren Sohn wieder sicher daheim zu haben.

Kjell hat noch viele Freunde in Lunau, darunter die attraktive Julia, mit der er lange zusammen war, und die nun hofft, dass er endlich „Ernst“ macht mit ihr. Doch Kjell ist irgendwie nicht so ganz davon überzeugt, dass es wirklich Liebe ist und schiebt die Entscheidung, ob er nicht lieber mit Julia Schluss  machen sollte oder vielleicht doch lieber nicht, schon lange  vor sich her.

Und dann ist da noch Isabell, sie kommt aus Cornwall und hat durch einen Unfall ihren Mann verloren. Sie möchte einfach alles vergessen und wird als Hilfe für Kjells Mutter in deren Buchcafé eingestellt, wo sie großen Erfolg mit ihren Modetorten hat. Sie findet schnell Freunde in Lunau und fühlt sich dort sehr wohl. Es ist ja auch ein  richtiges Vorzeigedörfchen, was man, einschließlich des  Büchercafés, selber gerne besuchen möchte, vor allem auch, wenn man über die schönen Spaziergänge in der Wacholderheide liest. 

Dazu beleben die Handlung noch eine ganze Reihe von Nebenfiguren, die auch jeweils noch ihre eigene Geschichten beisteuern.

Kjell und Isabell fühlen sich schnell zu einander hingezogen, versichern sich aber dauernd gegenseitig, dass sie gar keine wirkliche Beziehung eingehen wollen. So ist es ein ziemliches Beziehungschaos.

Es stellt sich nach und nach heraus, dass Isabell in Cornwall einiges zurück gelassen hat, was nun geklärt werden muss. Es kommen neue Schauplätze ins Spiel, es erscheinen Bösewichter soie eine kränkliche und schwache Schwiegermutter, und sogar noch ein potentieller neuer Liebhaber für Isabell, und schließlich wird es auch noch richtig gefährlich für die beiden Protagonisten.

Ich fand Supermann Kjell und Isabell  richtig sympathisch, aber irgendwann ging mir dieses ganze Hin und Her und gegenseitiges Missverstehen ein bisschen auf den Wecker. Als Leserin weiß man doch eigentlich gleich anfangs, wie die Sache ausgehen sollte. Es tun sich aber immer wieder Hindernisse  auf, von denen die Gefühlsunsicherheit und ein toter Ehemann noch das Geringste sind. Die Wirrungen sind aber gut beschrieben, ich konnte mich in die beiden gut einfühlen, wenn ich ihnen beiden auch gerne zwischendurch mal einen ordentlichen Tritt versetzt hätte, damit sie in die Pötte kommen.

Am Ende gibt es noch ein paar lose Fäden in der Handlung, was aber wohl der Tatsache geschuldet ist, dass es sich bei dem Buch um den Auftakt einer Serie handelt. Eine hübsche Zugabe sind die Kuchenrezepte am Schluss (habe aber noch keinen davon gebacken!).

Im Großen und Ganzen ein unterhaltsames Buch, genau richtig für den Couchurlaub! Ich vergebe 3 Sterne.






Vielen Dank an Blogg dein Buch und an den Mira-Taschenbuchverlag!


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Ursel


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