page Rabenzeit - das Blog der Rabenfrau: Geldwäsche

Geldwäsche

09 Januar 2015


Unlängst habe ich eine Nacht durchgemacht! Nein, Silvester wurde nicht durchgefeiert. Obwohl wir mit halb 5 Uhr morgens ja schon nahe daran waren! Nein, es war 2 Nächte davor. Und das kam so:

Wir wollten mit unseren Gästen an Silvester Poch spielen. Ich weiß nicht, ob ihr das Spiel kennt? Es scheint eher im Norden verbreitet zu sein und ist eine Art Vorform vom Pokern. Man benötigt dazu ein Kartenspiel, ein Pochbrett und Spielmarken. Das kann Spielgeld sein, viele verwenden getrocknete, weiße Bohnen, oder eben, wie bei uns Pfennige.

Echte Pfennige! Meine Mutter hatte sie ursprünglich mal für meine Brautschuhe gesammelt, ich habe sie aber dermaleinst lieber behalten (Für, wie wir mal ausgezählt haben, 5 Mark nochmalwas hätte ich aber auch damals wohl keine Schuhe bekommen *ggg*). An Weihnachten hatten wir schon mal mit den Kindlein gepocht, und Sohn1 hatte moniert, dass das Geld mittlerweile zu dreckig sei, um es mit Gästen zu benutzen. Also war Geldwäsche angesagt.

Eigentlich hatten wir uns vorgestellt, die Münzen in irgend eine chemisch aktive Flüssigkeit zu werfen und sie dann schön blank wieder heraus zu holen. Ein Freund riet uns zu Entkalker, das hätte er mal für Cent-Stücke verwendet. Leider war unser Entkalker offensichtlich ein anderer als der seine, denn man konnte praktisch zugucken, wie die Pfennige verrosteten! Und es half auch nicht, sie mehrmals abzuspülen. 

An dieser Stelle verabschiedete sich der Rabenmann entnervt ins Bett ("Wir können doch morgen noch eine Tüte Bohnen kaufen!"). Und meine schönen Pfennige in den Müll werfen???? Nö! Ich ergriff also einen Korken, Scheuermilch, diverse Lappen und mein Silberputztuch und putzte jeden einzelnen Pfennig! Das dauerte tatsächlich die ganze Nacht und noch den halben Vormittag. Gut, dass mein Radio die ganze Nacht gute Musik dudelte! Der Rabenmann machte mir am nächsten Morgen Frühstück und amüsierte sich: "Und das für 5 Mark und nochwas!??? Ganz schön verrückt!". Irgendwo hat er ja Recht! Aber manchmal bin ich eben hartnäckig...

Ansonsten haben wir hier laut Radio heute eine Unwetterwarnung. Sturm ist angesagt. Was für ein Glück, dass die schiefe, haushohe Tanne vor unserem Haus schon vor ein paar Jahren abgesägt worden ist! Warm soll es werden morgen, bis zu 16°C. Ganz schön verrückt! Und dann gleich wieder kalt. Lieber Petrus, wer darf da denn wieder bei deinem Wetter üben???

Aus gegebenem Anlass einen meiner Lieblingssongs von Chris de Burgh: Waiting for the hurricane [LINK]

Grüßle

waiting for the storm


PS: @PETRA: Ach ja, bei Tischdeko schmeiße ich mich immer gerne heftig ins Zeug! Macht mir einfach Spaß!

@FRANZI: Wir sind ja auch noch dabei, neue Traditionen für uns zu finden. Irgendwie gehört zu Weihnachten einfach etwas dazu, was "immer so" ist. Wenn sich das aus irgendwelchen Gründen nicht mehr bewerkstelligen lässt, und man etwas Neues finden muss, ist das gar nicht so einfach.

@Frau Ladybird: Viel Erfolg!

Kommentare :

  1. Hihi, wir hatten zu Hause bei meinen Eltern auch ein Poch-Spiel, bzw. sie haben es noch und wir haben auch mit Pfennigen gespielt :-) Müssten wir mal wieder machen, das hat immer viel Spaß gemacht.
    Liebe Grüße,
    Andrea

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  2. Hallo Ursula,
    ich kann dich vollkommen verstehen: hätte ich noch so viele Pfennige und wüsste sogar noch etwas damit anzufangen wäre wegpacken oder gar wegwerfen wirklich das letzte das mir einfielen.
    Lieben Gruß
    Franzy

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  3. Da sage ich nur "Wer den Pfennig nicht ehrt, ..." und verleihe ein virtuelles Fleißkärtchen.
    LG vom linken Niederrhein

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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