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Chinesisches Neujahr und das Jahr des Schafes

19 Februar 2015

Die Rabenfrau: Chinesisches Neujahr
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Heute begann das chinesische Neujahrsfest. 15 Tage dauert es, abgesehen von den umfangreichen Vorbereitungen, versteht sich. Alle Welt reist nach Hause, um in dieser Zeit mit der Familie zu feiern. Das Haus wird gründlich gereinigt, damit das Glück Platz hat, und damit es auch hinein findet, lässt man Fenster und Türen offen stehen. Nachts wird das Licht an gelassen, das weist dem Glück den Weg und bannt böse Geister. Niemand geht Schuhe kaufen oder zum Friseur, denn das bringt Unglück. Glück bringt indessen das Tragen von roter Kleidung, die deswegen überall auf den Straßenmärkten  verkauft wird. Außerdem hängt man überall an passenden und unpassenden Stellen Schriftrollen mit Glückssprüchen auf.


Die Rabenfrau im Jahr der Ziege
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Und nun befinden wir uns also im Jahr der Ziege. 

Die Rabenfrau im chinesischen Jahr des Schafes
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Oder im Jahr des Schafes. Das kann man halten, wie man will, denn in den chinesischen Schriftzeichen gibt es da keinen Unterschied. Die meisten Forscher plädieren eher für die Ziege, weil diese schon länger ein Haustier sei als das Schaf. Ursprünglich galten eigentlich beide Viecher als Glückstiere, was sich aber im 19. Jhdt. aufgrund einer unfähigen Regentin, die einem Schafsjahr geboren war, änderte.

Kinder, die in solchen Jahren geboren werden, sind angeblich besonnen, gutmütig, sehr kreativ, friedliebend, aber leider auch ein bisschen dämlich und vertrauensseelig (meinereine??? Ich bin doch aber in einem Schlangenjahr geboren!). Sie sollen oft ein unglückliches Leben führen, so heißt es. Auch das dieses Jahr vorherrschende Element Holz, das eigentlich für Optimismus und Lebenfreude steht, kann das angeblich nicht wesentlich ändern. Weswegen viele Mütter ihrem Kind noch schnell im alten Jahr mit einem Kaiserschnitt auf die Welt verholfen haben, und weswegen vermutet wird, dass es chinesische Paare mit der Empfängnisverhütung dieses Jahr sehr genau nehmen werden.

Viele chinesische Wahrsager sehen ein Jahr des Friedens voraus, Konflikte werden in solchen Jahren eher beigelegt, als dass sie entstehen. Wirtschaftlich wird allerdings auch nicht viel passieren, sagen sie, das Jahr des Schafes sei kein Jahr für Risikogeschäfte, die man lieber noch um ein Jahr verschieben solle.

Andererseits waren die letzten Schafsjahre keineswegs friedlich, sonders eher kriegerisch (Kuwait, Irak). Deswegen sehen einige Wahrsager auch für dieses Jahr nun Ähnliches voraus. Es könne auch größere Katastrophen wie Erdbeben und den Ausbruch neuer Seuchen geben.

Und was sagt die Wissenschaft dazu? Das Parteiorgan "Die Volkszeitung" zitiert den prominenten Soziologieprofessor Gu Jun von der Shanghaier Uni. Er findet, das Ganze sei völliger Quatsch.

Na denn!
Prost Neujahr!
Bääääääääh!


1 Kommentar :

  1. Liebe Ursel,

    ich habe sogar gehört, dass in den letzten Tagen vor Neujahr unglaubliche viele Geburten eingeleitet und Kaiserschnitte vorgenommen wurden, nur damit die Kinder kein schaf werden.. das ist doch verrückt! Wenn man an ein solche sUnglück wirklich glaubt, dann wird es auch kommen *seufz*
    gut, dass mir das egal ist ;)

    Ganz viele liebe Grüße

    Franzy

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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