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Gelesen: Sayonara Bulle von Carsten Germis

12 September 2015

Sayonara, Bulle
Autor: Carsten Germis
ISBN: 9783499269066


Inhalt: Bernie Ahlweg sitzt auf einem gemütlichen Posten als Bulle in Peine und schiebt eine ruhige Kugel. Der einzige Nachteil ist, dass er sich mit seinem Chef nicht versteht. Aber plötzlich schickt ihn dieser zwecks Fortbildung in "moderner Polizeiarbeit" für ein Jahr nach Tokyo.

Die Rabenfrau meint: Nur widerwillig entschließt sich Bernie zu dieser Fortbildung. Man kann das ganz gut verstehen. Schließlich hat er sich in Peine ganz gut eingerichtet und führt ein ruhiges, geregeltes Leben und Peine ist halt doch etwas ganz anderes als diese japanische Großstadt!

Dort angekommen, hat er zunächst mal Schwierigkeiten, sich in die strengen Umgangsformen der japanischen Kultur einzufügen. Seine Kollegin Yoko, die als "Kindermädchen" fungieren soll, ist schwer beschäftigt, Bernie vor diversen Fettnäpfchen fern zu halten.  Seine neuen Kollegen sind ganz und gar nicht begeistert, so einen typischen Deutschen in ihrer Mitte begrüßen zu müssen. Aber dann wächst sich ein Fall, bei dem er probehalber mal mitarbeiten darf, zu einem Mordfall von ungeahnten Ausmaßen aus, und wider Erwarten erweisen sich Bernies Sturkopf und Menschenkenntnis bei den Ermittlungen als äußerst hilfreich.

Mich hat ein bisschen verwundert, wie gut Bernie von Anfang an sprachlich zurecht kommt. Er hatte zwar 7 Wochen Zeit, japanisch zu lernen, aber ich weiß nicht, ob ich das hin bekommen hätte. Nur in seltenen Fällen benötigt er einen Übersetzer. Chapeau!

Der Schriftsteller Carsten Germis wohnt selber in Tokyo und kennt sich dort bestens aus, was man beim Lesen auch merkt. Gleich zwei rivalisierende Yakuza-Gangs in Bernies erstem Fall hätten es allerdings nicht gleich sein müssen, und es ist auch irgendwie seltsam, dass Bernie, der doch in Peine eher eine ruhige Kugel geschoben hat, in Tokyo plötzlich zu so genialen Ermittlungsfähigkeiten aufläuft.  Trotzdem, das Buch ist spannend, und man kann sich gut in die verschiedenen Charaktere einfühlen. Ich vergebe

 
(3 Sterne)

1 Kommentar :

  1. Liebe Ursel,
    Hört sich doch nach einem amüsanten Buch an, spannend, informativ und lustig, was will man mehr.
    Danke Dir fürs Vorstellen und lieben Gruß
    Nicole

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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