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Gelesen: Plötzlich Friesin (E-Book)

26 Januar 2016

Verfasser: Vanessa Richter

Titel:  Plötzlich Friesin

ISBN:  9783733785499

Inhalt:  Paula nimmt, um Abstand zu ihrer Beziehung zu finden, einen Ferienjob auf einer Nordsee-Insel an.

Rabenmeinung: Als Paula mal wieder verzweifelt ist über ihren Freund Ben und das Chaos in seinem Leben und in der gemeinsamen Wohnung, macht sie schließlich doch endlich Schluss mit ihm und versinkt prompt in völliger Verzweiflung, weil sie sich schon als alte Jungfer sieht und ihr ein Leben ohne Mann darin ganz furchtbar erscheint.

Sie zieht vorübergehend zu ihrer Freundin und lässt sich schließlich überreden, zusammen mit ihrer Freundin einen Ferienjob auf der Nordseeinsel Sünnland anzunehmen, um Abstand von Ben zu gewinnen. Wohnen wollen die beiden, zusammen mit Paulas Dogge Lieschen Müller, bei Paulas beiden Tanten Edda und Margot. Soweit, so gut.

Aber dann kommt, wie so oft im Leben, plötzlich alles anders und es wird ziemlich turbulent. Paula und Lieschen Müller landen alleine auf die Insel. Zu allem Überfluss hat Paulas Mutter vorher noch eben gestanden, dass Paulas unbekannter Vater keineswegs ein feuriger Brasilianer war, wie sie bisher immer erzählt hat, sondern dass Paula aus einer heiße, kurzen Beziehung ausgerechnet auf Sünnland hervorgegangen ist. Paula hat nun natürlich vor, nebenbei diesen Vater und somit ihre Wurzeln zu suchen.

Paulas Job als Bedienung in einem Café ist wohl nicht allzu schwierig und lässt ihr verblüffend viel freie Zeit. Sofort schließt sie Freundschaft mit ihrer netten Arbeitskollegin, und der Kollege entpuppt sich als der hübsche Surferboy, den sie schon auf der Fähre kennengelernt hat. Merkwürdig nur, dass er auf dem Festland noch im Designer-Anzug herum lief... Egal, jedenfalls ist sie hin und weg, als er ihr anscheinend tatsächlich Avancen macht. Obwohl sie sich darüber klar ist, dass er wohl der Insel-Playboy ist, beginnt eine heiße Liebesbeziehung.

Nun steht Paula also plötzlich zwischen zwei Männern: dem hübschen Inseljungen, der neben seinem Dasein als Designeranzug und Surferboy plötzlich noch eine andere Seite zeigt, die Paula aber erst entdeckt, als sie zum ersten Mal bei ihm zu Hause ist, und ihrem unordentlichen Ex, der, durch ihren Abgang anscheinend geläutert, auf einmal auf der Insel aufkreuzt, sie unbedingt zurück gewinnen will und der ihr immer noch nicht egal ist. Für wen soll sie sich entscheiden? Schließlich kann sie sich ein Leben ohne ständigen Mann darin einfach nicht vorstellen. Und nun hat sie, wie es scheint, sogar die Auswahl!

Dazu kommt die Suche nach Paulas Vater. Sie kennt von ihm zwar nur den Vornamen, aber sie kann die Suche doch recht schnell eingrenzen. Als sie die infrage kommenden Herren besucht, lernt sie ein paar sehr originelle Typen kennen, und es kristallisiert sich erstaunlich schnell heraus, wer schließlich als Erzeuger in Frage kommt. Merkwürdigerweise sind die beiden Tanten aber recht zugeknöpft, wenn sie versucht, Auskünfte über ihn zu erhalten.

Nebenbei lernt Paula auf der Insel auch noch andere skurrile Typen kennen. Die Inselleute mit ihren Ecken und Kanten und den verworrenen Beziehungen untereinander haben mir alle sehr gefallen, besonders der behäbige, oft knurrige Knut, der gerne mit einem Buch am Strand sitzt und immer die Seiten umblättert, ohne zu lesen (Schließlich kennt er das Buch ja schon). Überhaupt die Insel! Sie wird sehr schön und anschaulich beschrieben, es gibt viel Strand und Meer, viel Natur und sogar Seehunde. Am liebsten würde ich, wie Paula, einen Sommer dort verbringen. Schade, dass sie, samt ihrer Bewohner, nur fiktiv ist.

Die Geschichte mit dem Brandstifter hätte eigentlich nicht nötig getan, finde ich. Ich hätte es schöner gefunden, wenn Paula stattdessen mehr Entwicklung zugestanden worden wäre und sie ihr Leben nicht am Ende so plötzlich in den Griff bekommen hätte. So möchte ich sie zwischendurch mehr als einmal schütteln, wenn sie einfach nicht aus ihrer Rolle heraus kommt. Allerdings geht mir das bei solchen Liebesromanen öfter so. Vielleicht, weil die Protagonistinnen meist meine Töchter sein könnten und ich das ganze eventuell aus einer anderen Warte sehe, als jemand der ihnen im Alter näher steht.

Dennoch, das Buch bietet lockere Unterhaltung für einen Urlaubstag im Strandkorb, aber auch für einen Sofatag im Winter, wenn man schon mal von Meer und Strand träumen will. Ich vergebe:


 
(drei Sterne) 


Vielen Dank an Blogg dein Buch und an den books2read-Verlag!

Grüßle



PS: Wegen Frühstück: Es scheint wirklich einige Menschen zu geben, die meinen, dass sie kein Frühstück brauchen. Kann ich überhaupt nicht verstehen!

@SARA: Heute waren wir beim Schweden. Ich kam aus dem Gähnen gar nicht mehr raus hinterher!

@ANDREA  und @ANGELIKA: Mir hat die Flylady auch geholfen, meinen Haushalt einigermaßen in den Griff zu kriegen. Die Unterteilung in kleinere Einheiten vor allem. Und natürlich die Eieruhr: Wir schaffen alles in 15 Minuten...

@INES:
So denke ich auch!

@MONI: Zumindest macht das zufriedener.

@TRAUDE: RDL-Spezial? Au ja, mach mal!

@ANGELIKA nochmal:Aber natürlich! Wusstest du das noch nicht?

@CLAUDIA: Vielleicht besucht euch Herr Winter ja noch. Ist ja noch Zeit...

@MARGRET: O ja, der Pfeiltrenner ist wirklich eine tolle Erfindung. Im Handarbeitsunterricht haben wir das Auftrennen noch so gelernt: Abwechselnd am Ober- und Unterfaden ziehen, bis dieser jeweils reißt. Das war vielleicht umständlich!

@MIA: Die Schrift heißt "Jellyka le Grand Saut Textual".

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Grüßle
Ursel


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