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Doofe und kluge Tauben

03 März 2016

Diesen Post habe ich neulich bei meinen Entwürfen entdeckt. Da ich ihn bei der Blogsuche nicht gefunden habe, gehe ich mal davon aus, dass er nicht veröffentlicht wurde und setze ihn heute einfach mal rein.

Die Rabenfrau über doofe und kluge Tauben
via Pixabay [LINK]

Doofe Tauben

Sicher kennt ihr auch so kleine, abergläubische Dinge wie zum Beispiel das Reiben einer Münze, bevor man sie in den Automaten wirft, weil sie dann angeblich nicht so oft "durchfällt".

Nun, bei Tauben gibt es das auch, wie Anno 1947 der Verhaltensforscher B. F. Skinner bewies. Er hat hungrige Tauben in verschiedene Käfige gesetzt, in die in regelmäßigen Zeitabschnitten Futter fiel. Natürlich machte jede Taube irgendwann gerade zufällig irgend eine Bewegung, als das Futter kam. Bei der Fortführung des Experiments fielen dann ganz zufällig irgendwann wieder diese Bewegung und die Futtergabe zusammen.

Die Tauben brachten ihre Bewegung nach einer Weile in einen Zusammenhang mit der Futtergabe (der ja in Wirklichkeit gar nicht vorhanden war) und führten sie häufiger aus, wodurch die Bewegung und das herab fallende Futter logischerweise auch häufiger zusammen fielen. Am Ende waren die Tauben tatsächlich davon überzeugt, dass ihre Bewegungen die Futtergabe bewirken würden. Eine hob zum Beispiel vieleicht immer dasselbe Bein, eine andere hüpfte vielleicht von einem Bein auf's andere, eine dritte wackelte mit dem Kopf und so weiter. Und jede glaubte, sie würde durch diese Bewegungen Futter bekommen. "Aberglauben bei Tauben" nannte man dieses Experiment später. Na ja, bei uns Menschen geht das ja wohl ganz ähnlich, denn das Reiben einer Münze hat in Wirklichkeit ja auch keinen Effekt... Mehr über das Experiment hier: [LINK]

Kluge Tauben

Aber Tauben sind nicht nur doof. Sie haben nämlich ganz außerordentliche visuelle Fähigkeiten: Bis zu 1200 verschiedene Muster können sie sich einprägen und auf Fotos Frauen- von Männergesichtern unterscheiden. Gegenstände in Räumen erkennen sie sogar eher als wir Menschen.

In einem Experiment von Shigeru Watanabe von der Keio-Universität wurde gezeigt, dass Tauben sogar Gemälde auseinander halten können und erkennen, ob es sich um eines von Chagall oder von van Gogh handelt. Wenn die Tauben nämlich auf einem Touchscreen ein Bild von van Gogh anpickten, gab es Futter. Einige besonders schlaue Tauben konnten schon nach neun Mal üben Gemälde richtig zuordnen, und zwar sogar dann, wenn sie unbekannte Bilder sahen. Nach einem Monat konnten es alle. Sogar, wenn die Farben am Computer verändert wurden oder/und Bilder anders zusammen gesetzt worden waren, hatten die Tauben eine Trefferquote von 90 %.  Richtige Kunstkenner also! Wir Menschen sind bei vergleichbaren Tests übrigens nicht besser! Mehr über das Experiment hier: [LINK]


Ich wünsch euch was!


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Grüßle
Ursel


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