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Gelesen: Das Konzil der Verdammten

02 April 2016

http://rabenseiten.de/blog/blogger16/buecher/verdammten.jpgTitel: Das Konzil der Verdammten
Autor: Peter Tremaine
ISBN: 9783746624686



Inhalt: Schwester Fidelma, eine irische Nonne von königlichem Geblüt und gleichzeitig Rechtsanwältin vor Gericht, ermittelt gemeinsam mit ihrem Ehemann in Burgund. Autun im Jahre 670: Noch vor Beginn des Konzils kommt es zu Handgreiflichkeiten zwischen den kirchlichen Würdenträgern. In der Nacht wird ein irischer Bischof ermordet. Fidelma und Eadulf werden bei ihren Ermittlungen durch frauenfeindliche Klosterregeln behindert. Unter Einsatz von Leib und Leben decken sie finstere Dinge im Lande und in der Abtei auf.
Die Rabenfrau meint: Peter Tremayne ist das Pseudonym des englischen Historikers Peter Berresford Ellis.  ein anerkannter Historiker mit Fachgebiet Keltenzeit, der seine Fidelma-Romane unter einem Pseudonym schreibt. Entsprechend gut sind die historischen Grundlagen seiner historischen Krimis (Es gibt schon eine ganze Menge in der Fidelma-Reihe) recherchiert. 

Fidelma kommt recht modern emanzipiert daher.  Aber das passt tatsächlich gut in die damalige Realität. Im Wales des 7. Jhdts galt nämlich ein Rechtssystem, the Brehon, das Frauen weitreichende Rechte einräumte (unter anderem im Scheidungsrecht, Eigentumsrecht, Erbrecht; Frauen konnten Berufe ergreifen, beispielsweise Anwältin, wie eben Fidelma). Zudem ist sie die Schwester eines regierenden Königs, was ihr natürlich auch einen ordentlichen Status verleiht, und sie beherrscht "sciathagid", eine bei den Kelten damals verbreitete, waffenlose Verteidigungsart, vermutlich ähnlich wie Akido.

Wie man sieht, kann man aus den Fidelma-Büchern einiges lernen über das sogenannte "finstere" Zeitalter, was aber in Wales wohl eher ein besonders helles Zeitalter gewesen ist.

Bei aller Vermittlung von Wissen über die damalige Zeit ist dieses Buch (wie auch die anderen Fidelma-Romane) sehr unterhaltsam geschrieben und immer spannend. Ich habe bis zum Schluss nicht gewusst, wer der Täter war.

Ich vergebe 



(fünf Sterne)




1 Kommentar :

  1. Das hört sich doch gut an, liebe Ursel. Endlich mal eine etwas "hellere" Darstellung des Mittelalters. Ich lese solche Bücher fast kaum noch wegen der brutalen Darstellungen aller möglicher Hinrichtungs- und Foltermethoden. Das kann ich gar nicht ab, weder als Buch noch im Film. Deshalb sind Mankell und Co. für mich auch nicht mehr lesbar. Aber so ein schöner Mord mit anschließender spannender Tätersuche geht immer ;-)

    Herzliche Grüße, Angelika

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Grüßle
Ursel


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