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Weise Worte zum Sonntag: Herbstgedicht von Storm

18 September 2016

Ganz plötzlich ist es Herbst geworden! Es hat die ganze Nacht geregnet, und der Rabenmann ist auch heute Morgen beim Joggen ziemlich durchnässt worden. Der Wettermann im Radio hat zwar gemeint, nächste Wöche werde es wieder etwas wärmer, aber ich vermute mal, die Betonung liegt dabei auf "etwas". Ein paar schöne Tage bräuchte ich noch für meinen Garten:

  • Unser Häuschen braucht noch ein neues Fenster
  • ein Beet bedarf noch meiner ordnenden Hand
  • ich habe noch Tulpenzwiebeln zum Setzen (Irgendwie sind zwei Tüten voll in Illertissen auf der Gartenlust in meinen Einkaufsbeutel gelangt. In weiß und in dunkellila. Was hat mich da nur geritten ?  Schließlich sind die schon vorhandenen, auch wenn es nicht mehr allzu viele sind, knallrot und knallgelb. Au weiah, das gibt im Frühling einen ziemlichen Kontrast 
  • die Äpfel sollten noch geerntet und zum Mosten geschafft werden (Die meisten sind leider in den Pfingstferien verhagelt!)
  • ich wollte zur Abwechslung mal das Gartenhäuschen vor dem Winter aufräumen und die Gerätschaften säubern
Mal sehen, ob wir das noch auf die Reihe kriegen. Drückt mal die Daumen!

Kriegt ihr den Garten immer fertig vor dem Winter? Oder sieht es bei euch, wie bei uns, immer aus wie Kraut und Rüben?

Erstmal habe ich euch hier ein Herbstgedicht:



http://rabenseiten.de/blog/blogger16/9/8.jpg
FOTO: ARCAION   via pixabay

  Herbst


Schon in's Land der Pyramiden
Flohn die Störche über's Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
Daß man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg' ein ferner Frühlingstag.

Die Sense rauscht, die ähre fällt,
Die Tiere räumen scheu das Feld,
Der Mensch begehrt die ganze Welt.

Und sind die Blumen abgeblüht,
So brecht der äpfel goldne Bälle;
Hin ist die Zeit der Schwärmerei,
So schätzt nun endlich das Reelle.


                                                             Theodor Storm


Schönen Sonntag noch!

1 Kommentar :

  1. Liebe Ursel,ja der Garten!Ich schaffe es nie ihn winterfest zu machen.Die Stockrosen lasse ich gerne als Vogelfutter stehen.Dieses Jahr ist auch viel leicht vertrocknet.Wir waren in der letzten Woche im Urlaub und jetzt fehlt mir etwas der Schwung!Vielleicht sieht es morgen schon anders aus.Ich schneide gern und viel ab.Nur leider nicht immer vorschriftsmässig.Bei uns im Garten fühlen sich aber die Katzen der Nachbarn,fledermäuse und Vögel wohl.Und ich auch.Kann also so schlimm nicht sein.
    Herbstliche Gartengrüße von Margret
    Wie weit ist Euer Garten denn von der Wohnung entfernt?

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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