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Gelesen: Anton hat kein Glück (Rezension)

10 Dezember 2016

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Titel: Anton hat kein Glück
Autor: Lars Vasa Johansson
 ISBN: 978-3-8052-0387-6

Inhalt: Ein Anruf seiner Eltern und eine E-Mail vom Elektrodiscounter sind die einzigen Glückwünsche, die Anton zu seinem 45. Geburtstag erhält. Aber der grummelige Berufszauberer mag Menschen sowieso nicht besonders. Seit Jahren tingelt er mäßig erfolgreich mit seinen Auftritten von Altersheim zu Einkaufszentrum. An und für sich würde ihn all das gar nicht stören. Wäre da nicht sein Erzfeind Sebastian, der mit seiner spektakulären Zaubershow in ganz Schweden Erfolge feiert. Ausgerechnet mit Charlotta an seiner Seite, Antons Ex-Freundin....

...Es liegt auf der Hand: Für Anton läuft es nicht gut. Im Grunde läuft es überhaupt nicht.

Aber niemand ist besser darin als er, sich das Leben schönzureden. Bis er sich eines Nachts im Wald verirrt und ein seltsames Mädchen trifft. Danach scheint Anton plötzlich vom Pech verfolgt zu werden. Als ernsthafter Zauberer glaubt Anton natürlich nicht an Magie. Aber langsam dämmert ihm, dass er etwas an seinem Leben ändern muss… (Klappentext)


Rabenmeinung: Der Protagonist Anton ist auch der Erzähler dieses modernen Märchens. Am Anfang ist er sehr unsympathisch, so egoistisch und miesepetrig wird er beschrieben. Er ist ein Berufszauberer, der von Stadt zu Stadt tingelt und in Altersheimen und in Altersheimen und Supermärkten auftritt. Leider kommt seine Art beim Publikum nicht besonders gut an. Er ist sehr neidisch auf seinen Kollegen Sebastian, der mit seiner Frau Charlotta große Bühnenshows macht und im Gegensatz zu ihm sehr erfolgreich ist. Wie sich im Laufe der Erzählung durch Rückblenden heraus stellt, waren die beiden Männer früher eng mit einander befreundet und sind sogar gemeinsam aufgetreten, haben sich im Laufe der Zeit dann allerdings zerstritten, wozu auch Charlotta beigetragen hatte, die Antons erste Liebe gewesen ist, sich aber dann für Sebastian entschied.

Nachdem Anton also im Zauberwald diese Fee verärgert hat,  belegt sie ihn zu allem Unglück auch noch mit einem Todesfluch, und nun wird er praktisch vom Unglück verfolgt. Der Ärmste, der so gar nicht an Magie glaubt, gerät in einen Zauberwald voller merkwürdiger, skurriler Wesen, begegnet unheimlichen Nachtklopfern, alternder Hexen, die lieber Scrabble spielen als ihre Zauberkraft einzusetzen, einem hilfsbereiten Rentner-Ehepaar, von dem man nicht genau weiß, ob sie Anton wirklich wohl gesonnen sind, gefährlichen Urwesen und der Königin des Waldes, auch „das Miststück“ genannt, augenblicklich gerade eine telepathisch begabte Katze.

Jedenfalls muss Anton, um seinen Fluch loszuwerden, drei seltsame, mehr oder weniger gefahrvolle, auf jeden Fall aber haarsträubende Aufgaben erfüllen, bei deren Lösung er ganz schön gebeutelt wird. Im Verlauf dieser Queste hat Anton keine Wahl, als sich aus seiner bequemen Komfortzone hinaus zu bewegen, und er beginnt nach und nach tatsächlich, sich zu wandeln, sich um andere zu kümmern und sein Leben in den Griff zu bekommen. Schließlich ist ganz am Schluss sogar ein verdientes Happy End für ihn in Aussicht.

Obwohl mir Anton anfangs so richtig unsympathisch war, fand ich es interessant, sein Innenleben kennen zu lernen und seine Entwicklung zu verfolgen. Seine schrägen Abenteuer werden anschaulich geschildert und sind immer sehr unterhaltsam, vor allem durch die merkwürdigen, verschrobenen Typen, mit denen er in Berührung kommt, und die man sich gut in so einem Zauberwald vorstellen kann.

Die Geschichte ist ein fast schon absurder Mix aus Realität und magischer Illusion, ich fand das Buch ganz unterhaltsam, auch wenn mir irgend jemand „Normales“ darin ein Bisschen gefehlt hat. Ich vergebe


(3 Sterne)

Vielen Dank an Blog dein Buch und an den Rowohlt-Verlag.

  • Website des Verlags: Rowohlt
  • Bestellseite des Titels: hier bestellbar
  • Wie es aussieht, klappt das mit dem LOGO wohl nicht. Deswegen auch noch vorsichtshalber hier "zu Fuß: Blog dein Buch


http://rabenseiten.de/blog/blogger16/resource/sig_xmas.jpg



PS: +Nicole B.  Die Zeit rennt wirklich! Am Wochenende ist nun schon der dritte Advent, und wir haben noch keinen Christbaum! Sonst steht er um diese Zeit längst schon im Waschkeller. 


@MARGRET: Bei mir sind es vermutlich auch mehr als 400 g  

@WOLFGANG Danke! Nein, anscheinend ist es jetzt (noch!) nicht ganz so schlimm mit der Klima-Erwärmung, dass man die Folgen schon an nicht mehr vorhandenen weißen Weihnachten erkennen kann. Die bisherigen Schwankungen sind wohl ganz "normal", und normal ist es auch, dass bei uns um Weihnachten eine wärmere Wetterperiode einsetzt.


 +Astrid Ka : Danke! Ich freue mich, dass dir meine Deko gefällt.

1 Kommentar :

  1. Ich bin hin und her gerissen, ob ich es lesen soll oder nicht.

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Ich freue mich über jede Nachricht von euch!
Grüßle
Ursel


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