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Gelesen: Das Einstein-Enigma (Rezension)

28 März 2017

http://rabenseiten.de/blog/blogger%2017/buecher/dossantos.jpg Titel: Das Einstein-Enigma
Autor: José Rodrigues dos Santos
 ISBN: ISBN: 9783946621003


Inhalt: Kairo, 2006.
Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein mysteriöses Manuskript entschlüsseln. Sein Titel? Die Gottesformel. Sein Autor? Albert Einstein. Was auf dem Spiel steht? Nichts weniger als die Anleitung für eine einfach zu bauende Atombombe.
Wider Willen wird Tomás als Doppelagent des Iran und der CIA in eine internationale Spionageaffäre verwickelt und kommt im Rahmen seiner Ermittlungen einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes. (Klappentext)
Rabenmeinung:  Angefangen hat für den Kryptanalytiker Tomàs alles damit, dass er in Kairo von der attraktiven Ariana Pakravan beauftragt wird, für ihre Regierung ein bisher unveröffentliches Manuskript von Albert Einstein mit dem Titel „Die Gottesformel“ zu entschlüsseln. Tomàs ist von Anfang an fasziniert, sowohl von dem Manuskript als auch von Ariana. Sie erscheint allerdings anfangs ziemlich undurchsichtig, man weiß nicht so recht, was sie wirklich meint.

Aber auch der CIA interessiert sich für das Manuskript, denn angeblich enthält es die Anleitung für eine einfache und billig zu bauende Atombombe, die der Staat Israel bei Einstein in Auftrag gegeben hat. Natürlich soll das Dokument auf gar keinen Fall in den Händen des Iran verbleiben.  Der Titel des Dokuments, das „Die Gottesformel“ heißt, deutet allerdings schon an, dass es sich vermutlich doch um etwas ganz Anderes handelt. Trotzdem wird Tomàs wird mehr oder weniger genötigt, dem CIA Informationen zu liefern, und schließlich wird es zwischendurch auch richtig gefährlich für ihn.

Im Rahmen der Ermittlungen verschlägt es Tomàs bis nach Tibet, und er erfährt so einiges über die Relativitätstheorien (ja, es gibt anscheinend deren zweie!), Quanten- und Stringtheorie, über den Urknall und das Ende der Welt, in vielen Gesprächen werden ihm astrophysikalische, und mathematische Erkenntnisse vermittelt. Nebenher kommen auch die Bibel der Christen, die Tora der Juden, die Weisheiten des Budhismus und des Hinduismus ins Spiel, die erstaunlich gut zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu passen scheinen. Schließlich kommt er auf die Spur eines der größten Rätsel der Welt: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes, der allerdings wesentlich anders ist, als man ihn sich gemein hin vorstellt.

Die Vermischung der Realität mit der Handlung des Romans erinnert ein bisschen an die Bücher von Dan Brown. Dos Santos hat wirklich gut recherchiert.  Allerdings blieb bei den ganzen wissenschaftlichen Erkenntnissen für mich die Spannung ein bisschen auf der Strecke, auch wenn der arme Tomàs einige wirklich haarige Gefahren bestehen muss. Viele Gespräche kamen vor, die mir trocken und langatmig erschienen, denn dauernd mussten irgendwelche wissenschaftlichen Theorien erklärt werden. Immer wieder habe ich, muss ich gestehen,  einiges davon einfach schnell quer gelesen. Nun, das mag für Leute mit größerem Faible für Naturwissenschaften und vielleicht auch mehr diesbezüglichen Kenntnissen wohl interessanter sein als für mich.

Leider bin ich mit den Personen nicht so recht warm geworden. Vielleicht, weil mir persönliche Gespräche fehlten in dem Roman. Sogar am Sterbebett von Tomàs Vater dreht sich fast alles um wissenschaftliche Theorien. Ich fand es auch etwas merkwürdig, dass Tomàs, der doch angeblich ein bekannter Kryptoanalytiker sein soll, an den rätselhaften Botschaften einfach herum probiert und eigentlich nicht anders vorgeht als jemand, der Wörter aus einem Silbenrätsel in einer Zeitschrift heraus sucht. Ich hätte mir so eine Arbeit irgendwie etwas professioneller vorgestellt, mit Computern und den entsprechenden Programmen zum Beispiel.

Und den Gottesbeweis? Für mich hat sich der, trotz der ganzen Wissenschaft, in diesem Buch nicht wirklich erschlossen. Ganz ehrlich: Vielleicht will ich auch einfach nicht, dass Gott so sein soll. 

Trotzdem: Das Buch war anstrengend zu lesen, aber doch sehr interessant. Und wie gesagt, für jemanden, dessen Interessen eher naturwissenschaftlich ausgerichtet sind, bestimmt noch interessanter.

Ich vergebe


(drei Sterne)

Vielen Dank an Blog dein Buch und an Luzar Publishing.

Website des Verlags: luzarpublishing
Bestellseite des Titels: hier bestellbar
Website des Autors: José Rodrigues dos Santos


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Ursel


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