page Rabenzeit - das Blog der Rabenfrau: Als Weise Worte zum Sonntag mal wieder ein Gedicht: Sommermittag von Theodor Storm

Als Weise Worte zum Sonntag mal wieder ein Gedicht: Sommermittag von Theodor Storm

09 Juli 2017

Sommermittag

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FOTO: RANDI_PUH   via pixabay
Nun ist es still um Hof und Scheuer,
Und in der Mühle ruht der Stein;
Der Birnenbaum mit blanken Blättern
Steht regungslos im Sonnenschein.

Die Bienen summen so verschlafen;
Und in der offnen Bodenluk',
Benebelt von dem Duft des Heues,
Im grauen Röcklein nickt der Puk.

Der Müller schnarcht und das Gesinde,
Und nur die Tochter wacht im Haus;
Die lachet still und zieht sich heimlich
Fürsichtig die Pantoffeln aus.

Sie geht und weckt den Müllerburschen,
Der kaum den schweren Augen traut:
"Nun küsse mich, verliebter Junge;
Doch sauber, sauber! nicht zu laut."

Theodor Storm (1817 - 1888)


Schönen Sonntag! 
(Hoffentlich ohne Blitz und Donner!)
 


PS: +Moni Waldfee : Eigentlich sieht es noch gar nicht so viel anders aus, nur sauber!

+malesawi:  Ja, vermutlich haben wir eine Menge zum Klimawandel beigetragen, man kann nur hoffen, dass es nicht so schlimm wird.
 
+Traude Rostrose : Danke!

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Grüßle
Ursel


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