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Esperanto und Co./Kunstsprachen, bzw. Plansprachen

22 September 2017


Kunstsprachen
Männchen von Peggy und Marco Lachmann-Anke via pixabay
(etwas verändert von meinereiner)
Wo wir schon mal bei Sprachen sind: Es wäre doch praktisch, wenn alle Menschen auf der Erde sich mit einer einzigen Sprache verständigen könnten, gell? Das dachten sich schon früher verschiedene, kluge Leute. Und sie erfanden verschiedene Kunstprachen, die  sich allerdings bis heute nicht wirklich durchgesetzt haben. Ich habe mal im Internet gesucht und folgende "Plansprachen" gefunden:

Deutsch: Ich liebe alle Menschen der ganzen Welt, besonders jene Gebildeten, welche der internationalen Sprache vertrauen, als einem wichtigsten Mittel für die Vereinigung der Völker.

Esperanto: Mi amas ĉiujn homojn de la tuta mondo, precipe tiujn erudiciulojn, kiuj konfidas la lingvon internacian kiel unu el la plej gravaj iloj por la unuigo de la popoloj.

(Esperanto wird heute schätzungsweise - genaue Angaben gibt es nicht - gesprochen von 100 000 und zwei Millionen Menschen)

Ido: Me amas omna homi di la tota mondo, precipue ta edukiti, qui fidas a la linguo internaciona, kom un ek la maxim grava moyeni por la uniono di la populi.

(wurde aus dem Esperanto unter Hinzunahme von romanischen Elementen entwickelt. Heute sprechen es wohl so zwischen 1000 und 2500 Menschen.)


Interlingua: Io ama tote le homines de tote le mundo, specialmente le personas educate qui confide in le lingua international como un del principal medios pro le union del populos.

(Soll Latein, das ja eine "tote Sprache" ist, mit modernen Kommunikationsanforderungen weiterentwickeln. Diese Sprache können weltweit 100 bis 200 Menschen)

Lingua Eurana: Mu ame toti homoi dal tota mundo, specalomenta aca personoi éducata, ci confide la lingó internationa comu uno dal medi por la unio dal populi.

Novial: Me ama omni homes de li toti monde, prinsipalim ti instruktetes, kel konfida a li lingue international, kom un ek li maxim gravi moyenes por li uniono de li popules.

Occidental: Yo ama omni homes del tut munde, precipue ti instructores, qui confide li lingue international, quam un del max grav medies por li unité del popules. 

omanica: Io amo totos los homines de toto le mundo, specialmente las personas educatas qui confident in la lingua international como uno de los principales medios pro la union de los populos.

Volapük: Loföb menis valik vola lölik, patiko etis pekulivöl, kels konfidoms volapüke, as bale medas gletikün netasfetana.

(Volapük war die erste internationale Plansprache, die sich massenhaft verbreitete)

Und dann gäbe es da ja noch Sindaril, Quenya, Eldarin, Orquin, Tengwar, Klingonisch (sollen angeblich inzwischen mehr Leute beherrschen als Esperanto)... 

Die meisten dieser Sprachen wurden in den letzten 120 Jahren entwickelt. Allerdings hat sich inzwischen wohl das Englische als eine Art "Weltprache" durchgesetzt. Vermutlich wird sich aber weder Englisch noch eine dieser Kunstsprachen in absehbarer Zeit als menschliche Universalprache durchsetzen.

Kritikpunkte:

Die meisten der Plansprachen gehen auf westliche indoeuropäische Sprachen zurück. Daher sind sie für Sprecher anderer Sprachen nicht einfacher zu erlernen als eine Fremdsprache und bietet deswegen keine Vorteile.

Oft sind Plansprachen "männlich" ausgerichtet (z. B. sind alle Substantive maskulin). Das ist sexistisch.

Englisch ist bereits die globale Weltsprache oder zumindest die internationalste Sprache. Dadurch ist es überflüssig, eine weitere Weltsprache einzuführen, diese würde sich auch nur schwer dagegen durchsetzen können.


Ĝis la revido!


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Ursel


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